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Technischer Dienst

Gutachten bei Um­bau zum Wohn­mo­bil

Was sind die Voraussetzungen?
Welche Ausrüstung wird benötigt?
Seit neustem ist auch IVS Malki dazu befugt!

NEU BEI IVS MALKI
TECHNISCHER DIENST

Trend des Wohn­mo­bils

Urlaube im Wohnmobil erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, und der Markt für mobile Wohnräume ist praktisch erschöpft. Viele möchten daher das bestehende Fahrzeug in ein Wohnmobil umbauen. Ein solcher Umgestaltungsprozess resultiert jedoch in einer Veränderung der Fahrzeugart und führt daher zum Erloschen der Betriebserlaubnis.

Um von der Zulassungsbehörde eine Betriebserlaubnis für Ihr umgebautes Wohnmobil zu erhalten, ist ein amtliches Gutachten nach §19(2) StVZO im Voraus erforderlich. Unsere Unterschriftsberechtigte des Technischen Dienstes erstellen dieses Gutachten gerne für Sie.

Die praktische Mindestausrüstung für ein Wohnmobil umfassen

Tisch und Sitzgelegenheiten,

Schlafgelegenheiten (diese können u. U. auch als Sitze dienen),

fest (dauerhaft) eingebaute Kochmöglichkeit,

Stauraum/Schrank für Gepäck und sonstige Gegenstände,

Fluchtwege, (Notausgänge und Notausstiege).

Platz und Kochen

Personen, die Veränderungen an der Karosserie vornehmen möchten, sei es eine Vergrößerung oder eine andere Art des Umbaus, müssen zahlreiche Vorschriften beachten. Diese umfassen verschiedene Aspekte, angefangen von der Festigkeit der Struktur bis zur Auswahl der Materialien, einschließlich Einstiegen, Fluchtwegen, Fenstern und Belüftung. Die verwendeten Materialien müssen nicht nur robust sein, sondern auch schwer entflammbar und bruchsicher. Falls eine Trennung zwischen Fahrer- und Wohnkabine erfolgt, ist eine sichere Kommunikation zwischen beiden Bereichen erforderlich. Einstiege sollten auf der von der Straße abgewandten Seite platziert werden und müssen sicher und einfach benutzbar sein. Es ist von großer Bedeutung, dass stets für ausreichende Frischluft gesorgt ist, wobei die detaillierten Vorgaben dazu im TÜV-Merkblatt umfassend zusammengefasst sind.

Eine spezielle Herausforderung stellt der Aufbau von Aufstelldächern dar. Es empfiehlt sich, in dieser Angelegenheit einen spezialisierten Fachbetrieb zu Rate zu ziehen, da bedeutende Teile der Dachstruktur durchschnitten werden müssen und dabei strikte Beachtung der Vorgaben des Fahrzeugherstellers geboten ist. Die Durchführung durch einen Experten bietet zusätzliche Vorteile:Die fachgerechte Installation des „Himmelbetts“ durch eine spezialisierte Werkstatt stellt sicher, dass das Fahrzeug vollständig abgedichtet ist und keinerlei störende Geräusche oder Klappergeräusche verursacht werden.

Im Gegensatz dazu ist der Einbau von Fenstern auch für versierte Laien machbar, sofern alle relevanten Vorschriften beachtet werden. Alle Scheiben müssen beispielsweise für den jeweiligen Verwendungszweck zugelassen sein, und die Ausschnitte dafür dürfen nur an den vorgesehenen Stellen gemacht werden.

Das sogenenannte Merkblatt 740 bietet Details zu verschiedenen Aspekten wie tragenden Strukturen, Elektroinstallationen und speziellen Aufbauten von Wohnmobilen. In dem Merkblatt mit dem Titel „Anforderungen an Sonstiges Kraftfahrzeug – Wohnmobil“ sind nationale und internationale Standards für Wohnmobile zusammengefasst. Es gibt einen Einblick in den aktuellen Stand der Technik, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Dieses Merkblatt dient Unterschriftsberechtigte von Technischen Prüfstellen und Technischen Diensten als Arbeitsgrundlage bei der Begutachtung von Wohnmobilen. Gleichzeitig eignet es sich als Ausgangspunkt für den Umbau von Wohnmobilen.

Beispielsweise: Die Zahl der Sitzplätze, die während der Fahrt besetzt werden dürfen, richtet sich nach der möglichen Zuladung, dem zulässigen Gesamtgewicht und der sicherheitstechnischen Ausrüstung der einzelnen Sitze.

Power und Ambiente

Strom? Selbstverständlich. Beleuchtung zum Lesen oder Spielen, für das Trocknen der Haare, die Filterkaffeemaschine oder vielleicht sogar für einen Fernseher – all das funktioniert am besten mit einer 230 Volt-Versorgung. In der Regel wird die Anlage von außen über eine spezielle Steckdose gespeist. Grundkenntnisse für die elektrische Ausstattung umfassen: CEE-Eingangssteckdose, FI-Schutzschalter, Absicherung der 12V-Stromkreise sowie ein Trennrelais zur Bordbatterie und anderen 12V-Verbrauchern. Alle Kabel müssen aus Kupfer bestehen und dreiadrige sein, mit einer Mindeststärke von 1,5 Millimetern. Der Schutzleiter sollte fest mit der metallenen Karosserie verbunden sein.

Zu einem vollwertigen Wohnmobil wird das Fahrzeug durch die Integration von Tisch, Bett und ausreichend Stauraum. Beim Ausbau des Innenraums sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Bei der Auswahl der Materialien ist erneut besonderes Augenmerk auf den Brandschutz zu legen. In Bezug auf die Vermeidung von Unfällen ist darauf zu achten, dass keinerlei Kanten, hervorstehende Elemente oder schmale Durchgänge potenzielle Verletzungsquellen darstellen. Dies betrifft insbesondere die Griffe von Schubladen oder Schranktüren, die idealerweise versenkbar sind und nicht herausragen sollten.

§19(2) StVZO Beispiel: mehrere Teile-Änderungen (mit gegenseitiger Beeinflussung)
§21 StVZO Beispiel: EU & internationale Importfahrzeuge